Die Wirtschaft ist geprägt von Tourismus. 1960 besuchten 360.000
Touristen die Insel, 1970 sind es bereits mehr als 2 Millionen. Heute liegt die
Zahl der Besucher bei knapp 19 Millionen. Der neue Flughafen Son Sant Joan
könnte bis zu 25 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen.
Die Mehrzahl
der Touristen stammt aus Deutschland und Großbritannien. Geradezu zum Symbol für
den deutschen Massentourismus, der jedoch weite Teile der Insel nicht berührt,
ist der Ort S'Arenal geworden. Es gibt aber auch eine nicht geringe Zahl von
Individualtouristen, die etwa in der Serra de Tramuntana wandern oder Rad fahren
und einige zehntausend ausländische Residenten, die sich auf Mallorca
niedergelassen haben und sich zum Teil in die dortige Gesellschaft zu
integrieren versuchen.
Daneben sind Landwirtschaft, Bergbau (vor allem
Marmorabbau), Leichtindustrie (Leder, Keramik, Perlen, Glas ) sowie Fischerei
bedeutende Wirtschaftszweige.
Die Mallorquiner erwirtschaften eines der
höchsten Pro-Kopf-Einkommen Spaniens: EUR 17.000,0 gegenüber EUR 13.500,0 im
spanischen Durchschnitt. Haupteinkommensquelle ist mit 75 Prozent der
Dienstleistungsbereich Tourismus, gefolgt von der Bauindustrie mit rund 10
Prozent. Fast drei Viertel der Insel sind landwirtschaftliche Nutzflächen, sie
tragen aber nur 2,5 Prozent zum Bruttosozialprodukt bei und stellen 11 Prozent
der Arbeitsplätze.
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