Fre

19.

September

Ses Païsses

Ses Païsses ist die bedeutendste und charakteristischste archäologische Ausgrabungsstätte des gesamten östlichen Gebietes der Insel Mallorca.

{jflex}f=/Ausflugstipps/sespaisse.jpg{/jflex} Lage
Die Siedlung ist leicht zugänglich und befindet sich auf einer von alten Steineichen umgebenen Anhöhe, weniger als ein Kilometer vom Ortskern der Stadt Artà entfernt. In südöstlicher Richtung der Hauptstrasse von Artà nach Capdepera folgend, findet man unmittelbar nach dem alten Bahnhof rechts ein Hinweisschild.

Beschreibung
Haupttor Ost-Süd-OstKultur: Talayotikum I. bis IV.
Zeitliche Datierung der Funde: um 1300 v.Chr.
Bautechnik: Zyklopisch
Gesamtfläche: 13500 m²
Grundriss: Elliptisch
Entfernung zwischen den Achsen: Süd-nördlich 103 Meter und ost-westlich 133 Meter.
Perimeter der Mauer: 374 Meter
Mittlere Breite der Mauern: 3,6 Meter
Maximale Höhe der Mauern: 3,5 Meter im östlichen Teil.

Zeitliche Zuordnung
In den Jahren 1959 bis 1963 unternahm der italienische Professor Giovanne Lilliu vier Ausgrabungs-Kampagnen, die wertvolle Informationen erbrachten und den großen Teil der heute sichtbaren Bauwerke freilegte. Sieben freigelegte Konstruktionen, die eine archäologische Einheit bilden, konnten zeitlich eingeordnet werden.

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Der Zentrale TurmTalayotaus der Anfangsphase der Talayot-Kultur (Talayotikum I. 1300 und 1000 v.Chr.) Die Mauer Talayotikum II. (1000 - 800 v.Chr.) Die übrigen Räume weisen eine unterschiedliche Chronologie auf, die den Zeiträumen des Talaoytikum III. (5. - 8. Jhs. v.Chr.) sowie dem Talayotikum (5. - 1. Jhs. v.Chr.) zuzuordnen sind. Die beiden Räume mit apisförmigem Grundriss, die sich im Westen der Anlage befinden und der Hypostylos-Saal, der mit dem Talayot durch einen diametralen Gang verbunden ist, gehören zu den ersten beiden genannten Talayotikums. Die beiden viereckigen der mittleren Einheit hingegen sowie der hufeisenförmige, an den Talayot angrenzende Raum sind dem Talayotikum IV.( 500 v.Chr.) zuzuordnen und werden somit als die jüngsten angesehen.
Siehe auch: Talayotikum (Zeitabschnitte und Kultur).


Beschreibung der einzelnen Fundstellen

1. Monolith, vor dem Haupteingang der Anlage erhebt sich zum Gedenken an den Schriftsteller und Geistlichen Miquel Costa i Llobera (1854-1922), der der Talayot-Umfriedung mit verschiedene Passagen seines bekannten Gedichtes "La deixa del geni grec" (Das Vermächtnis des griechischen Geistes) Atmosphäre verlieh.

2. Die Mauer und Haupteingang (in Zyklopen-Technik errichtet).

3. Hypostylos-Saal (hypostylos) aus dem griechischen und bedeutet- auf Säulen ruhend.

4. Mittlere Talayot (Turm)

5. Eingangstore

6. Räume mit apsisförmigem Grundriss (apsis) bedeutet runder oder polygonaler Abschluss eines Langhauses

7. Räume mit rechtwinkligem Grundriss

Denkmalschutz

1946 wurde die Siedlung zum kunsthistorischen Denkmal erklärt.

1950 erwarb der Staat das Gelände.

1983 hat die autonome Inselverwaltung Govern de la Comunitat Autònoma de les Illes Baleares die Zuständigkeit für die historischen und archäologischen Funde übernommen.

2004 im Juli, wurden weitere Ausgrabungen durchgeführt.

 

 
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